Landjäger, Cabanossi & Co. – die „Rucksackwürste“

Das typische Erkennungszeichen der Landjäger ist ihre eckige Form. Ihren Namen haben die Rohwürste angeblich im 19. Jahrhundert bekommen. Die haltbaren Würstchen waren bei Polizeidienern und Gendarmen ein beliebter Notvorrat für unterwegs. Auch heute noch sind sie als Snack auf Wandertouren äußerst gefragt. Die luftgetrockneten, geräucherten Hartwürste im Naturdarm enthalten Rind- und Schweinefleisch sowie Speck. Gewürzt werden sie mit Kümmel, Zucker und Rotwein.

Eine feurig-scharfe Alternative zu den deutschen Landjägern ist die Cabanossi vom Balkan. Die Schweins- oder Rindswürstchen im Naturdarm enthalten einen beachtlichen Speckanteil. Knoblauch und Gewürze – allen voran Paprika – geben ihnen die pikante Note. Für eine längere Haltbarkeit werden die kleinen Würstchen kurze Zeit heiß geräuchert. Deshalb sind sie auch eine beliebte Einlage in deftigen Eintöpfen.

Auch Debrecziner gehören zu den Rohwurst-Snacks. Sie stammen ursprünglich aus der Region um die ungarische Stadt Debrecen und sind vor allem in Bayern und Österreich gefragt. Die original ungarische Debrecziner ist eine leicht geräucherte Wurst aus Rind- und Schweinefleisch. Die Brätmasse wird mit edelsüßem Paprika gewürzt, in Naturdärme gefüllt, gegart und geräuchert. Dank ihres herzhaften Räuchergeschmacks sind die kleinen Würste Bestandteil verschiedener ungarischer Gerichte. Im Gegensatz zu lang geräucherten Wurstsorten, die beim Kochen hart werden, bleiben Debrecziner auch nach längerer Garzeit weich und saftig.