Die „Kunst des Weißwurstessens“

Die Original Münchner Weißwurst wird auf besondere Art und Weise verzehrt. Die Tradition sieht es vor, die feine Hülle, den Naturdarm, vorher abzuziehen. Dies ist allerdings eine Ausnahme, denn bei vielen anderen Würsten wird das Naturprodukt mitgegessen.
 
Es gibt mehrere Techniken, die Weißwurst von ihrer Hülle zu befreien:
 

Variante 1:

Stechen Sie mit der Gabel in die Mitte der Wurst und schneiden sie diese in zwei Hälften. Danach in die offene Schnittfläche stechen und die Hülle von der Mitte bis zum Wurstzipfel aufschneiden. Halten Sie die Gabel weiterhin gut fest, damit Sie jetzt das Messer zwischen Hülle und Wurstmasse, das so genannte Brät, schieben und es dann langsam von ihr abziehen können.

Variante 2:

Sie können die Wurst auch der Länge nach aufschneiden und entsprechend schälen.

Variante 3:

Stechen Sie in die Wurst hinein und schneiden Sie sie der Länge nach und dann in der Mitte einmal quer durch. Das ergibt vier Stücke, die sie bequem mit der Gabel aus dem zarten Naturdarm herauslösen können.

Variante 4:

Profis zuzeln die Weißwurst. Das heißt: Sie befreien die Wurst von ihrer Hülle, indem Sie das Brät mit den Zähnen herausziehen. Zuvor wird die Wurst in den süßen Senf eingetaucht.


Tipp: Um nicht in Gegenwart der Einheimischen und Profis in Sachen Weißwurstessen aufzufallen, vermeiden Sie es, die Wurst mit dem Messer zu zermetzeln. Eine Weißwurst in Scheiben zu schneiden und samt Hülle zu verzehren, entspricht nicht der landestypischen Verzehrweise.
 
Übrigens: Eine gute Weißwurst erkennt man daran, dass sie prall und hell marmoriert ist.