Kurioses aus der Bratwurst-Welt

Ob als Mini oder im Original-Format – kaum ein Würstchen hat eine derart große Fangemeinde wie die Bratwurst. Kein Wunder, dass passionierte Liebhaber den handlichen Leckerbissen nicht nur kulinarisch in Szene setzen.

Bratwurst-Museum
Zu Ehren des Jahrhunderte alten Klassikers wurde 2006 in Thüringen das 1. Deutsche Bratwurstmuseum eröffnet. Hier findet man Wissenswertes rund um die Wurst – ob Historisches, Kulinarisches in der Kunst oder Lustiges wie die Bratwurstiade. Neben dem Thüringer Original präsentieren sich übrigens auch Nürnberger Rostbratwurst, Oberpfälzer Bauernseufzer, marokkanische Merguez, welche traditionell im Saitling hergestellt wird, und viele andere Würste im Naturdarm.

Bratwurst-TV
Auch in der Online-Gemeinde ist die Bratwurst ein großes Thema. Seit Mitte 2008 gibt es unter bratwurst.tv ein Fernsehformat, in dem aktuelle Beiträge, Reportagen und Interviews „verwurstet“ werden. Und das Beste daran: Hier kann jeder aktiv bei der Programmgestaltung mitmachen. Einfach persönliche Tipps, Ideen oder Termine per E-Mail oder Telefon an den Sender weitergeben.

Bratwurst-Festivals
Die Leidenschaft für den Trendsetter vom Rost ist längst auch über den großen Teich geschwappt. Bei regelmäßigen Festivals wird der Gaumenschmaus jedes Jahr in den USA gewürdigt. In Wisconsin treffen sich die Bratwurstfans zum Beispiel zu den „Brat-Days“. Bei diesem Spektakel steht neben der perfekten Zubereitung vor allem ein Wettbewerb im Fokus: Derjenige, der die meisten Bratwürste verspeist, erhält ein Preisgeld von 1.000 Dollar.

Bratwurst-Rekord
Schon seit dem 16. Jahrhundert versuchen Metzger, die längste Bratwurst der Welt herzustellen. Immerhin brachten es Meister und Gesellen damals auf rund 40 Meter. Im Vergleich zum heutigen Spitzenreiter ist das aber eher ein Cocktail-Würstchen. Seit 1999 halten ein Metzger aus Landshut und seine 16 Helfer laut Guinness-Buch den Rekord von 5.888 Metern. Insgesamt wurden für diesen Bratwurstgiganten knapp 200 Naturdärme vom Schaf mit einer jeweiligen Länge von 30 Metern miteinander verbunden und mit 1.700 Kilo feinstem Brät gefüllt. Für den unverfälschten Geschmack sorgten außerdem rund 50 Kilogramm Gewürze. Nach etwa zehn Stunden konzentrierter Handwerksarbeit wurde die Wurst in kleine Portionen geschnitten und verkauft – der Erlös kam einem Krankenhaus in Rumänien zu Gute.


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