Wurst hat immer Saison
Der neue Trend: „Wintergrillen“

Mit mehr als 1.500 Sorten und einem Pro-Kopf-Verzehr von mehr als 30 Kilogramm im Jahr sind die Deutschen echte „Wurst-Weltmeister“. Von der Nordseeküste bis zu den Alpen warten die Regionen mit unwiderstehlichen Spezialitäten auf. Von der deftig-rauchigen Hamburger Gekochten über würzige Ahle-Wurscht und knackige Halberstädter in der Mitte Deutschlands bis zur weltberühmten Münchner Weißwurst – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Allen gemeinsam sind die oft jahrhundertealten überlieferten Rezepturen, die traditionelle Herstellung — und die feine natürliche „Verpackung“. Umhüllt von einem zarten Naturdarm von Rind, Schwein oder Kalb bekommen die Würste ihr typisches Aroma. Dadurch wird der Geschmack herrlich rund, das Fleisch bleibt schön saftig und die Wurst erhält ihren berühmten Knackeffekt.

Vorbei sind übrigens die Zeiten, in denen sich der „Wurstkalender“ streng in zwei Jahreszeiten teilte: Die deftigen Spezialitäten für die kalten Tage und die ganze Vielfalt der Bratwürste für das sommerliche Grillvergnügen. So haben viele Verbraucher durch Urlaubsreisen in mediterrane Gebiete die Vorzüge herzhafter Wurst zu frischen Salaten an warmen Tagen entdeckt. Und: Gegrillt wird zunehmend auch im Winter! Denn auch in dieser Disziplin sind die Deutschen weltmeisterlich und lassen sich von Frost & Co. nicht abschrecken. Im Gegenteil: „Wintergrillen ist ein großer Trend und findet immer mehr Anhänger“, weiß Hilmar Reiß vom Zentralverband Naturdarm. „Dick eingepackt in Jacke und Mütze versammelt man sich draußen, genießt die Wärme der Holzkohle oder des Lagerfeuers und lässt sich knackige Nürnberger oder Thüringer Rostbratwürste schmecken“. Dazu passen je nach Vorliebe ein wohltuender Glühwein oder ein kühles Bier. Ein echter Winterspaß – und für die Fans köstlicher Grillwürste eine willkommene Saisonverlängerung. Probieren Sie es doch einfach mal aus!