Der Naturdarm ist die älteste „Verpackung“ für Wurst. Obwohl mittlerweile auch künstliche Hüllen für die Wurstverarbeitung entwickelt wurden, verwenden viele Hersteller gerade für ihre Spitzenprodukte bewusst Naturdärme. Und das nicht nur, um hiermit handwerkliche Tradition und Kompetenz zu dokumentieren. Es gibt weitere überzeugende Argumente:
Naturdärme stammen überwiegend von Rindern, Schweinen und Schafen, in geringeren Mengen auch von Ziegen. Für die Herstellung bestimmter Wurstsorten eignen sie sich besonders gut, für manche sind sie sogar unentbehrlich. So dürfen beispielsweise Thüringer, Nürnberger und Münchner Weißwurst nur im Naturdarm hergestellt werden. Die Därme an sich sind vollkommen geschmacksneutral. Sie fördern den Reifungsprozess der Würste und haben hervorragende Räuchereigenschaften – beides ist unter anderem wesentlich für die Herstellung von Holsteiner Katenrauchwürsten, angeräucherten Leberwürsten oder luftgetrockneter Salami.
Voll im Trend mit Naturdarm
In der Top-Gastronomie kreiert man derzeit als ganz neuen Trend extravagante Köstlichkeiten im Naturdarm. So begeisterte ein Spitzenkoch im Ober-Bayerischen seine Gäste mit einer raffinierten Zubereitung der Spitzenklasse: „Bressetaube in der Schweinsblase“.