Servieren und Bestellen
Die Weißwurst ist für die Brotzeit am Vormittag, sie darf also das Mittagsläuten nicht hören. Für diese Regel gibt es mehrere Erklärungen. Eine davon lautet: Um Wasser, Fett und Fleisch miteinander mischen zu können, darf die Temperatur 17 Grad nicht übersteigen. Da es früher keine Kühlsysteme gab, musste die Produktion noch vor der Mittagshitze abgeschlossen sein.
Als Kenner weiß man, dass die Weißwurst auf keinen Fall mit scharfem Senf verzehrt werden darf. Der Senf muss süß und grobkörnig sein. Die kulinarische Köstlichkeit wird heiß, aber nicht zerplatzt serviert. Eine Terrine mit Deckel, ein vorgewärmter Teller sowie Weißbier und Brezn komplettieren den Gaumenschmaus.
Früher wurde im Restaurant das Weißwurstbrät direkt nach der Bestellung in den Schweinesaitling gefüllt und anschließend im Kessel gebrüht. Daher meldete die Bedienung den Weißwurstbedarf stückweise in die Küche. Dank moderner Kühlmethoden, hat sich das inzwischen geändert.
Tipp: Preiselbeeren können als Beilage bestellt werden, Sauerkraut und Ketchup hingegen zerstören das Genussbild.
